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Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung?

Wenn Sie Ihren Solarstrom teilweise oder komplett ins öffentliche Stromnetz einspeisen, betreiben Sie eine so genannte netzgekoppelte Photovoltaikanlage.

Bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen werden mehrere Solarmodule zusammengeschaltet. So können Gleichspannungen bis zu 1000 Volt erzeugt werden. Diese Gleichspannung wird durch einen Wechselrichter zu 230 Volt Wechselspannung umgeformt, so dass zwei Varianten der Nutzung möglich sind:

  • die Überschusseinspeisung/ (Kombination aus Eigenverbrauch und Netzeinspeisung)
  • die Volleinspeisung / (Direkteinspeisung).

Prinzip der netzgekoppelten Photovoltaikanlage

Überschusseinspeisung

Will man den erzeugten Strom selbst nutzen, so erhält man gemäß der Förderrichtlinie aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) 22,76 Cent/kWh vom Netzbetreiber ausgezahlt und spart sich die Kosten für den Zukauf von Energie (Bezugsstrom von derzeit 0,2185 €/kWh brutto, ab dem 1. Februar 2010 bei swb).

Ob sich eine reine Überschusseinspeisung rechnet, hängt vom Verbrauch (und vom Verbrauchsverhalten) sowie dem Tarif des jeweiligen Stromlieferanten ab.

Nur wenn der Betreiber einer PV-Anlage den erzeugten Solarstrom auch tagsüber nutzt, ist diese Variante wirtschaftlich interessant. Viele Berufstätige können den Solarstrom tagsüber nicht nutzen und müssen abends bei größerem Strombedarf (Hauptbedarfszeitraum) den Strom zum Bezugspreis von 0,2185 €/kWh brutto beziehen.

Für alle Betreiber von PV-Anlagen, die den Eigenverbrauch nicht optimal nutzen können, ist zurzeit die Volleinspeisung wirtschaftlich interessanter.

Steigen die Strompreise, wird der Eigenverbrauch natürlich immer rentabler.

Volleinspeisung

In den meisten Fällen ist zurzeit die Volleinspeisung die beste Lösung – es sei denn, Sie möchten das schöne Gefühl haben, Ihren verbrauchten Strom tatsächlich komplett sauber produziert zu haben (und nicht Atomstrom aus der Steckdose zu bekommen, während Ihr Solarstrom im öffentlichen Netz verschwindet).

Als Volleinspeiser benötigen Sie zwei Zähler: einen herkömmlichen Zähler für den Bezug des Stroms aus dem öffentlichen Netz und einen so genannten „saldierenden Zähler“ (Einspeisezähler) für die eigene Solaranlage.

Die Einspeisevergütung beträgt gegenwärtig 39,14 ct/kWh netto für eine Anlage mit einer Leistung von bis zu 30 kW.

AKTUELL: Stand: 21.01.2010
Die Regierung plant einen Abbau der Solarförderung. Dies gilt speziell für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen mit Volleinspeisung (Direkteinspeisung). Dagegen sollen allerdings PV-Anlagen mit Überschusseinspeisung (Eigenverbrauch) stärker gefördert werden.

Entscheiden Sie sich jetzt noch schnell für eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage und sichern Sie sich die Einspeisevergütungen für die nächsten 20 Jahre!